Tatjanas Biografie

Tatjana Clasing wurde als älteste von zwei Töchtern am 8. Februar 1964 in Hamburg geboren. Ihr wurde schon früh klar, dass sie ihr Leben der Schauspielerei und der Musik widmen wollte. Ihr Abitur absolvierte sie am Albert Schweitzer Gymnasium in Hamburg. Kurz darauf nahm sie im Alter von 19 Jahren am Bundeswettbewerb Gesang in Berlin teil und gewann den ersten Preis in der Kategorie A (Musical/Chanson) sowie den Sonderpreis des Deutschen Bühnenvereins für „Die beste Darstellung im Fach Musical“. Nachdem diese Hürde genommen war, legte sie mit einem Stipendium der Oscar und Vera Ritter Stiftung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg, den Grundpfeiler ihrer Karriere. Ihr erstes Engagement bekam Tatjana in ihrer Heimatstadt Hamburg, in dem Musical „Elvis“. Als Hauptdarstellerin der „West Side Story“ und „My Fair Lady“ verzeichnete sie die ersten Erfolge am Staatstheater Hannover und den Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach. Engagements an anderen Theatern quer durch Deutschland (z. B. Staatstheater Stuttgart, Karlsruhe, Darmstadt, Schauspiel Essen u. v. m.) folgten. Die Rolle der Sally Bowles in „Cabaret“ konnte sie nicht nur einmal ihr Eigen nennen. Aber auch die Rolle der „Anita“ der „West Site Story“ schien wie gemacht für sie. Gleich dreimal spielte sie diesen Part. Berühmte Theaterrollen wie die „Marie“ in „Woyzeck“, „Natalja Iwanowa“ in „Drei Schwestern“ und „Polly“ in der „Dreigroschenoper“ säumen ihren Karriereweg. Im Herbst 1988 erhielt Tatjana ihre erste Rolle vor einer Kamera („Vogel des falschen Paradieses“). Nur zwei Jahre später wurde sie festes Ensemble-Mitglied am Staatstheater Stuttgart und folgte 1993 dem Intendanten Jürgen Bosse nach Essen. Seit 2000 ist sie nunmehr freiberuflich an den deutschen Theatern unterwegs. Mit verschiedenen Regisseuren arbeitete sie für die Serie „SK Kölsch“ in der Rolle der Pathologin „Marie Schwarz“ und vielen verschiedenen „Tatort“-Folgen in diversen (wiederkehrenden) Charakteren. Seit 2006 ist sie in ihrer Paraderolle als „Simone Steinkamp“ in der RTL-Soap „Alles was zählt“ zu sehen. Zahlreiche Internetumfragen weisen sie als beliebteste Schauspielerin der Soap aus. Ihre Rolle der „Simone Steinkamp“ wird trotz des Biest-Images hoch geschätzt. Nicht zuletzt, wegen der perfekten Harmonie mit Silvan P. Leirich. Neben den genannten Fernseh-Engagements wirkte Tatjana auch in weiteren Serien mit, darunter „Soko“, „Großstadtrevier“, „Wilsberg“ und „Heimatgeschichten“, um nur einige zu nennen. In „Der letzte Bulle“ spielt sie die gute Seele Uschi, für die sie aktuell wieder vor der Kamera steht. Comedypotential bewies sie bei „Danny Lowinski“. Weiterhin zeigte sie ihr Können in zahlreichen Filmproduktionen für das deutsche Fernsehen, wie „Küss mich Tiger!“, „Nicht ohne meinen Schwiegervater“, „Das Wunder von Lengede“ oder „Butterfly“. Als Margarethe Krupp begleitet sie den Zuschauer in einer Dokumentation über die Margarethenhöhe in Essen. Tatjana Clasing wandte sich zwischendurch aber auch immer wieder dem Theater zu und spielte u. a. in „Die Nibelungen“, „Die Wildente“, „Die Vollbeschäftigten“ und zuletzt im bedeutendsten Theaterstück Deutschlands 2008 „Blütenträume“. Für ihre Leistungen auf der Bühne wurde Tatjana Clasing unter anderem mit besagtem Preis des Deutschen Bühnenvereins (1983) und mit dem Aalto-Bühnenpreis (1994) ausgezeichnet. Eine große Leidenschaft der Schauspielerin ist das Singen. Im Juni des Jahres 1988 erfolgte z. B. die Gründung des Vokal-Quartetts „Tact-Elles“ – ein ganz besonderer Hörgenuss. Außerdem konnte sie viel Applaus für zwei musikalische Soloprogramme ernten. Zum Einem mit „Alone Together“, einem Chansonabend, den sie im Staatstheater Stuttgart und im Theater und der Philharmonie Essen auf die Bühne brachte. Zum Anderen mit „That’s Life“, in Begleitung einer Big Band, in dem sie große Hits von Frank Sinatra, Ella Fitzgerald und Judy Garland u. v. m. auf ihre ganz eigene Art und Weise interpretierte. Auch Radio-Produktionen, wie etwa „Radiotatort“ leiht Tatjana regelmäßig ihre Stimme. Mit ihren Lesungen, die sie mit Bettina Engelhart als das Duo "Heldenweiber 8 1/2" im Grillo-Theater hielt, sorgte sie bei ihrem Publikum immer wieder für witzige Abende voller Humor und Parodie.